Untersetzer oder Bierdeckel?
Der Name Bierdeckel kommt daher, dass man in früheren Zeiten mit dem Bierdeckel das Bier abgedeckt hat. Der Begriff Bierdeckel, der eigentlich Bieruntersetzer heißen müsste, hat sich aber bis heute erhalten. Die ersten Bierdeckel wurden aus Filz hergestellt. Deswegen ist im süddeutschen Raum der Untersetzer auch noch als Bierfilz bekannt. Filz wurde als Rohstoff für Bierdeckel bis Ende des 19. Jahrhunderts eingesetzt. Die Form der Filz Untersetzer war in der Regel quadratisch. Neben dem Filzdeckel und Untersetzer benutzte man in früheren Zeiten auch noch Unterassen und Unterteller mit muldenartiger Vertiefung für das Bierglas. Erstim Jahr 1880 wurden zum ersten Mal Bierdeckel und Untersetzer aus Pappe hergestellt. Bei der Produktion wurde die mehrlagige pappe in Form gegossen oder aber auf der Rundsiebmaschine hergestellt. Zuerst wurden die Untersetzer und Papierdeckel nach dem ausstanzen nur einfarbig bedruckt, da die Bedruckung noch von hand erfolgte.
Später wurden die Deckel im Vierfarbendruck bedruckt. Diese Herstellungsmethode hielt sich bis in die sechziger Jahre. Danach wurde die Bierdeckel herstellung auf einlagige Pappe hergestellt, was sich deutlich in Dicke und gewicht der Untersetzer bemerkbar macht.
Der moderne Bierdeckel und Untersetzer wir aus flüssigem Holzstoffbrei hergestellt, dem bei dem Produktionsprozess das Wasser entzogen wird. Das erhöht seine Saugfähigkeit, ohne das sich der Deckel oder Untersetzer verformt oder aufquillt, wenn er feucht wird. Der Holzstoffbrei wird gepresst und geht als Pappplatten in die Druckerei. Danach werden die zukünftigen Bierdeckel und Untersetzer in quadratischer oder runder Form ausgestanzt und sind fertig für den Transport.




